Was ist ein Sinuslift?
Wenn im Oberkiefer (insbesondere im hinteren Oberkieferbereich) nicht genügend Knochenhöhe oder -breite vorhanden ist, wird ein Sinuslift (Sinusanhebung) durchgeführt, um ausreichend Knochenvolumen für die Unterstützung von Implantaten zu schaffen.
Der Eingriff wird in der Regel unter lokaler oder allgemeiner Anästhesie durchgeführt. Es wird eine kleine Öffnung im Zahnfleisch geschaffen und ein Fenster in der lateralen Wand der Kieferhöhle angelegt. Die Schleimhaut der Kieferhöhle (Schneider-Membran) wird vorsichtig angehoben, und in den entstandenen Raum zwischen Membran und Knochen wird Knochenersatzmaterial eingebracht. Anschließend wird der Bereich mit Nähten verschlossen.
Ein Sinuslift dauert in der Regel etwa 45 Minuten. Ziel ist es, die Knochenhöhe im Oberkiefer zu erhöhen, indem der vorhandene Knochen ergänzt oder die Neubildung von Knochen durch Augmentation angeregt wird. Nach der Heilung bietet der neugebildete Knochen ausreichend Dichte und Volumen für eine sichere Implantation.
Warum ist ein Sinuslift notwendig?
In einigen Fällen ist ein Sinuslift erforderlich, um den langfristigen Erfolg und die Stabilität von Implantaten zu gewährleisten. Knochenverlust im Oberkiefer entsteht häufig durch Zahnverlust, Parodontalerkrankungen oder natürliche Resorption im Laufe der Zeit und macht eine Implantation ohne Knochenaufbau schwierig oder unmöglich.
Durch einen Knochenaufbau kann das erforderliche Knochenvolumen in Bereichen mit unzureichender Knochenstruktur wiederhergestellt werden. Das verwendete Material kann sein:
In den meisten Fällen wird das notwendige Knochenvolumen erreicht, indem das Transplantat in die Kieferhöhle eingebracht wird, was eine sichere und vorhersehbare Implantation ermöglicht.